Bürgeranhörung zur "Route Charlemagne"

Der Oberbürgermeister, die Parteipolitiker und Stadträte allerdings scheinen das Interesse an der Euregionale verloren zu haben, denn sie waren an diesem Abend nicht anwesend, oder wollten sie damit ein Zeichen für mehr Bürgerbeteiligung setzen?
Mir scheint es, als wollten die Verantwortlichen irgend etwas machen, was vielleicht irgendwie etwas mit der Euregionale zu tun haben könnte, so dass man die euregionalen Fördermittel doch noch nach Aachen bekommt.
Und so entwickelte Herr Maurer vom Büro Maurer Unlimited" ein Szenario, das man folgendermaßen beschreiben kann:
Man nehme 16 historische Gebäude/Monumente, von denen man einige so lässt, wie sie sind (Maurer:"Am Dom kann man nichts ändern"), während andere eine inhaltliche Änderung erfahren.
So soll der Park hinter dem Elisenbrunnen neu gestaltet werden, und im Rathaus sollten zwei Klassenzimmer eingerichtet werden, in denen Schulklassen in Aachener Geschichte, Wirtschaft etc. unterrichtet werden (ist allerdings schon abgelehnt worden). Im Grashaus wird eine Jugendherberge eingerichtet (Herr Maurer sprach von einem Harry Potter - Stil?), und dann wird es noch einen Euregiopark geben, wo auf einem grünen Platz etwas realisiert werden soll, das mit dem Turmbau zu Babel und einer römischen Arena zu tun hat (fragt mich bitte nicht, was damit gemeint ist).
Und jetzt kommt es: In Sankt Paul wird ein Museum über Karl den Großen geschaffen, welches die Aufgabe hat, die Werte und Einstellungen dieses großen Kaisers zu vermitteln.
Um den Zusammenhang der 16 ausgewählten Gebäude zu kommunizieren, wird es im Verwaltungsgebäude einen Anlaufpunkt für alle Interessierten an der Route Charlemagne geben, eingebettet in eine stadtgeschichtliche Ausstellung. Wird aus dem Verwaltungsgebäude jetzt doch ein Bauhäuschen?
Wenn man sich die Route Charlemagne ansieht, muß man feststellen, dass dieses Konzept in keiner Weise die Fragen eines sozialen Europas der Menschen aufgreift und behandelt, zumal die Macher hoffen, dass sich durch die diesbezügliche Stadtentwicklung namhafte Firmen stärker mit dieser Stadt verbinden könnten, und da konnte man dann Namen lesen wie Porsche, Adidas, BMW, Microsoft etc.
Mich jedenfalls kann die Route Charlemagne weder inhaltlich noch politisch überzeugen.



