Schleichwerbeshow aus Aachen
Der WDR will die Vorwürfe prüfen. Er sei nicht für die Reden bei der Veranstaltung verantwortlich, aber über Markennennungen in diesem Ausmaß müsse mit den Verantwortlichen vom Aachener Karnevalsverein gesprochen werden.
Aber nicht nur die Fluggesellschaft, die durch die närrische Auszeichnung ihres Chefs viel Publicity erhielt, durfte sich freuen. Auch die ortsansässigen Firmen wurden den Zuschauern eingehämmert. Die Marmeladen-, die Printenfabrik usw., sie alle hatten ihren Platz in der Show. Und wenn schon hemmungslos und ungekennzeichnet geworben wird, dann passt es auch nur ins Konzept, dass Preisträger Hunold mit erzreaktionären Zitaten gepriesen und seine offene Gewerkschaftsfeindlichkeit zur Schau gestellt wurde. Wieder einmal ist es dem AKV damit gelungen, rechtzeitig vor der Karlspreisverleihung noch einmal überregional deutlich zu machen, dass das Karlspreiskuratorium hier nicht das Monopol auf reaktionäre Großevents hat.
Erfreulicher Weise hat die zotige Show offenbar auch nicht die erwartete Einschaltquote erreicht, sodass uns möglicherweise die überregionale Ausstrahlung wenigstens dieser peinlichen Vorstellung unserer Stadt künftig erspart bleibt.
Eine Rückschau auf die Ordensverleihung kündigt der WDR für die heutige Ausgabe der Lokalzeit Regio Aachen (19.30 bis 20 Uhr) an.



