Demo vor CZEWO-Werk in Zülpich ein voller Erfolg

Nachdem in diesem Jahr schon andere Branchen wie die Metallindustrie moderate Zuwächse in den Entgelten verzeichnen konnten, rechneten die Mitarbeiter bei Czewo fest mit einem spürbaren Anstieg ihrer Entgelte.
Nicht zuletzt deshalb, weil sie in den vergangenen Jahren mit Lohnzurückhaltung und Nettolohneinbußen ihr Unternehmen in Krisenzeiten treu unterstützt haben und ihnen auch stets in Aussicht gestellt wurde, dass bei verbesserter Ertragslage auch die Mitarbeiter profitieren sollen.
Unternehmen brummt
Nun brummt das Unternehmen, die Auftragsbücher sind voll. Es werden satte Gewinne eingefahren.
Die Geschäftsleitung denkt aber gar nicht daran, die Kolleginnen und Kollegen an dem Erfolg zu beteiligen. Das Tarifangebot ist ein Schlag ins Gesicht.
Die Arbeitszeit soll von 37,5 Stunden auf 39 Stunden erhöht werden, wobei nur 38,25 Stunden bezahlt werden sollen. Das Urlaubs- und Weihnachtsgeld soll erfolgsabhängig bezahlt werden.
Wenn die Kolleginnen und Kollegen unter diesen Umständen arbeiten wollten, würde die Geschäftsleitung die Entgelte großzügig um 1% anheben.
Die Kolleginnen und Kollegen bei Czewo sind geschockt.
Einschüchterung, Gegenwehr und Solidarität
Zusätzlich versucht die Geschäftsführung durch den Versuch, Einzelverträge abzuschließen, den Druck zu erhöhen und die Tarifverhandlungen mit der IG BCE zu umgehen.
Doch die Rechnung der Bosse geht nicht auf, denn die Kolleginnen und Kollegen bei Czewo halten zusammen und wehren sich gemeinsam mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft.
Aus diesem Grund hatte der Betriebsrat am Mittwoch, 15.August, zu einer öffentlichen Demonstration vor dem Werk eingeladen.
Die Organisation hatten die IGCBE und der Betriebrat übernommen. Neben den Gewerkschaftsvertretern begründete Betriebsratsvorsitzender Hermann Buennagel (Die Linke.) noch einmal vor zahlreichen Mitarbeitern und Bürgern die Position der Arbeitnehmer.
Er drohte unmissverständlich Arbeitskampfmaßnahmen bis hin zum Streik an.
Die Linke. des Kreises Euskirchen hat den Beschäftigten ihre volle Solidarität zugesagt und auch mit einer Delegation an der Demonstration teilgenommen.



