92,4 % für Annahme des Tarifergebnisses bei Kronenbrot

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) veröffentlichte in der Nacht zum 21.11.07 das Ergebnis der Urabstimmung bei der Fa. Kronenbrot für die NGG-Mitglieder in den Werken Würselen, Köln und Witten:
Eine sensationelle Beteiligung mit einer Zustimmung von 92,4 %.
Das ist ein eindeutiger
Vertrauensbeweis für die Tarifkommission der Gewerkschaft NGG, die in der Nacht zum
13.11.2007 in einem kurzfristig anberaumten Gespräch in kleiner Besetzung ein beachtliches
Ergebnis den Arbeitgebern abringen konnte, so Peter Mogga, Verhandlungsführer der
Gewerkschaft NGG.
Alle Großbäckereien und deren Beschäftigte in Deutschland schauten gespannt auf die Tarifauseinandersetzung bei Kronenbrot. Durch Warnstreiks und die Bereitschaft der Gewerkschaftsmitglieder in unbefristete Streikmaßnahmen zu treten, konnte die NGG verhindern, dass die industrielle fertigende Großbäckerei Kronenbrot für die Neueinzustellenden Mitarbeiter in die billigeren Tarife des Bäckerhandwerkes flüchtete.
Dies war auch ein Solidarkampf gegen Ungleichbehandlung und bezahlung für gleiche Arbeit auf Dauer, und daher nicht hoch genug zu bewerten, so Mogga weiter. Durch das zustimmende Votum sieht das Ergebnis nun offiziell folgendermaßen aus:
1. Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen steigen: ab dem 01.10.07 um 3 %, ab dem 01.10.08 um 2,3 % und ab dem 01.10.09 um mindestens 3 %. Liegt die Inflationsrate zwischen August 2008 und August 2009 höher als 3 %, fällt der Abschluss 2009 entsprechend höher aus.
2. Die Lohntabelle wird für ab dem 01.11.07 eingestellte Beschäftigte um zwei Eingangsgruppen ergänzt: Im ersten Jahr beträgt das Entgelt 90 % der jeweiligen Lohngruppe, im zweiten Jahr 95 % und nach 24 Monaten dann 100 % der jeweiligen Lohngruppe.
3. Der Arbeitgeber verpflichtet sich, jede Maßregelung wegen der Teilnahme an Arbeitskampfmaßnahmen zu unterlassen.
Wir sind fest davon überzeugt, dass sowohl unsere Mitglieder wie auch die Firma Kronenbrot
mit diesem Ergebnis gut leben können so Rolf Muckel, Gesamtbetriebsratvorsitzender
für alle drei Werke. Für die Lohnkosten gibt es eine Planungssicherheit bis zum
30.09.2010. Dies erlaubt es im Wettbewerb mit den anderen Großbäckereien zu bestehen.



