"Rien ne va plus" - Spielcasino-Arbeitgeber rühren sich nicht

Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi weigert sich die Geschäftsführung von Westspiel jedoch seit Monaten, Verhandlungen aufzunehmen. Das hat zum Teil erheblich niedrigere Zahlungen an die Beschäftigten zur Folge. Verdi ruft deshalb für Montag zum Protest an der Westspiel-Zentrale in Duisburg auf.
"Die Verschleppungstaktik bedeutet für die Casino- und
Verwaltungsmitarbeiter zum Teil erhebliche Gehaltseinbußen, sagte Verdi-Verhandlungsführer Andreas Elbracht. Besonders hart treffe es
die Croupiers, die "bis zu 300 Euro monatlich weniger im Portmonee
haben. Alle Versuche von Verdi, Verhandlungstermine zu vereinbaren,
seien bislang gescheitert. Die Geschäftsführung verstecke sich hinter
der unklaren Situation beim Glücksspiel-Staatsvertrag und dem kommenden
Nichtraucherschutzgesetz und versuche offensichtlich die Verhandlungen
bis in das kommende Jahr
hinauszuzögern.
Grund für die Auseinandersetzung ist der ohne Nachwirkung zum 31. August 2007 ausgelaufene Entgelttarifvertrag. Er wurde 2005 erstmalig als Erprobungs-Tarifvertrag bei Westspiel abgeschlossen und 2006 um ein weiteres Jahr verlängert. Betroffen vom Auslaufen des Vertrags sind neben den Croupiers (Spieltechnik) auch Automatentechniker und Beschäftigte der Westspiel-Verwaltung. Westspiel betreibt in NRW Casinos in Aachen, Bad Oeynhausen Duisburg und Dortmund.
(Foto: Norbert Schnitzler für Wikimedia Commons, GnuFDL)



