Kundgebung gegen Nazi-Aufmarsch in Düren

Veröffentlichungsdatum Geschrieben von Antifa Düren

Image"Neonazi-Hetze stoppen!" - unter diesem Motto ruft die Antifa Düren zu einer Kundgebung und Demonstration am 8. Februar auf. Der Protest richtet sich gegen einen Aufmarsch der NPD und anderer Neonazis, die zur Christuskirche ziehen wollen, wo sich am Abend die Mitglieder des Dürener Bündnisses gegen Rechts zu einer Versammlung treffen werden. [Änderung beachten!]

Die NPD-Demonstration ist bei der Polizei angemeldet und als "Fackelmarsch" geplant. Nach Recherchen der Antifa Düren wird innerhalb der rechten Szene intern für die Neonazi-Demonstration geworben. Neben anderen Rednern soll ein Parteifunktionär aus Siegen auftreten.

"Es gilt die Provokation der Neonazis zurückzuweisen und deutlich zu machen, dass wir uns nicht einschüchtern lassen", erklärte eine Sprecherin der Antifa Düren. "Ein Aufmarsch mit Fackeln in faschistischer Ästhetik wirft Parallelen zu den historischen Vorbildern von NPD & Co. auf. Es darf nicht sein, dass Neonazis in SA-Manier durch Düren marschieren, um politische Gegner einzuschüchtern."

Die Antifa Düren fordert Landrat Wolfgang Spelthahn auf, die Neonazi-Demonstration zu verbieten. Für den Fall, dass die Polizei den Aufmarsch genehmigt, kündigt die Gruppe energischen Protest an: "Der Hetze und Propaganda der Neonazis werden wir uns entgegenstellen. Wir rufen zur zahlreichen Beteiligung an der antifaschistischen Demonstration auf."

Die Antifa-Demonstration richtet sich auch gegen die geistigen Brandstifter aus der selbst ernannten "Mitte der Gesellschaft". Der ausländerfeindliche Wahlkampf von Roland Koch in Hessen hat erneut gezeigt, wie sich rechte Biedermänner als Stichwortgeber für Neonazis und andere neofaschistische Kräfte betätigen.

Die antifaschistische Protest beginnt mit einer Auftaktkundgebung um 17 Uhr am Bahnhofsvorplatz. Anschließend folgt eine kurze Demonstration durch die Innenstadt. Der Zeitrahmen sieht vor, dass auch diejenigen, die an der Vollversammlung des Bündnisses gegen Rechts teilnehmen wollen, die Möglichkeit haben, sich vorher am Protest zu beteiligen.

Achtung, Änderung: Der Auftakt ist um 17 Uhr am Südausgang des Bahnhofes und nicht wie zunächst abgekündigt am Bahnhofsvorplatz. Von dort aus wird die Demonstration auf einem kurzen Weg bis zur Christuskirche ziehen. Am Wirteltorplatz wird es eine Kundgebung geben.

Siehe dazu:

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