Mecar gestoppt: Keine Munitionstests mehr in der belgischen Eifel

Veröffentlichungsdatum Geschrieben von Darius Dunker

Wie die belgische Presse berichtet, hat der wallonische Regionalminister André Antoine kurz vor dem Verstreichen der letzten Frist die umstrittene Genehmigung für Munitionstests der privaten Rüstungsfirma Mecar auf dem belgischen Truppenübungsplatz Elsenborn (nahe Monschau-Kalterherberg) zurückgezogen. Der Minister gab damit den zahlreichen Einsprüchen statt.

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Wieder einmal hat eine Bürgerinitiative der Region damit einen grandiosen Erfolg errungen. Die grenzüberschreitende Initiative Stop Mecar vereinigte Anwohner beiderseits der Grenze, die sich durch die schweren Detonationen der Spezialmunition extrem belästigt fühlten.

Ausschlaggebend für die Entscheidung des Ministers waren aber offenbar auch Bedenken hinsichtlich des Umwelt- und Gewässerschutzes. Das Lager Elsenborn liegt mitten im Deutsch-Belgischen Naturpark Hohes-Venn-Eifel. Ungewiss ist insbesondere, ob von der Munition mit teilweise geheimer Materialzusammensetzung die Gewässer belastet werden könnten, die auch auf deutscher Seite der Trinkwasserversorgung dienen. Deutsche Umweltinitiativen hatten im Februar die vollständige Schließung des Lagers Elsenborn gefordert.

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