Karlspreis jetzt auch in Köln

Letzte Preisträgerin war Angela Merkel für die Durchsetzung des "Lissabon-Vertrages" innerhalb der EU - ein Erfolg, der allerdings durch das Votum der irischen Bevölkerung zunichte gemacht wurde.
Nun wird auch in Köln ein Karlspreis verliehen, der allerdings einen völlig anderen Charakter haben soll.
Benannt nach dem Redakteur der radikaldemokratisch-sozialistischen "Neuen Rheinischen Zeitung" Karl Marx, soll der Preis im Unterschied zum Aachener Karlspreis an Personen verliehen werden, die sich um "engagierte Literatur und Publizistik" verdient gemacht haben.
Erster Preistrager ist der Journalist und Autor Werner Rügemer. Die Verleihung findet am 22. August statt. Ulla Lessmann, Vizepräsidentin der "Mörderischen Schwestern" soll die Laudatio halten; für Unterhaltung sorgt Klaus der Geiger.
In der Begründung zur Auswahl von Werner Rügemer wird auf dessen umfangreiche aufklärerische publizistische Tätigkeit verwiesen, die sich primär mit den Machenschaften von "Klüngel & Korruption", sowie den Interessen und der Mechanik der zunehmenden Privatisierung befasst.
Die Redaktion von z-ac, die der Aachener Karlspreisverleihung immer kritisch gegenüber stand, begrüßt die neue Einrichtung in Köln, beglückwünscht sie zur hervorragenden Wahl und wünscht ihr viel Erfolg.



