BUND kritisiert RWE-Pläne für Kraftwerk bei Köln
Klar sei hingegen schon heute, dass der Wirkungsgrad eines Kraftwerks mit CO2-Abscheidung um mindestens 10 % sinkt, wodurch mehr Kohle gefördert werden muss. Dies sei damit unweigerlich mit weiteren, nicht hinnehmbaren Kollateralschäden an Natur und Landschaft verbunden. Auch sei die Technik keineswegs CO2-frei. Bezogen auf die gesamte Prozesskette von der Abscheidung, über den Transport bis hin zur Verpressung in alten Gaslagerstätten oder salinaren Aquiferen steige sogar der Energieaufwand für eine Kilowattstunde Strom um bis zu 40 %. Nicht zuletzt hätten die CO2-Unfälle der jüngsten Vergangenheit auch gezeigt, welches Gefahrenpotenzial in dieser Technik stecke.
Derzeit sind die rheinischen Braunkohlenkraftwerke der RWE Power AG laut BUND für jährliche CO2-Emissionen von 100 Millionen Tonnen verantwortlich. Potenzialstudien haben gezeigt, dass die eventuell in Deutschland vorhandenen CO2-Lagerstätten in kurzer Zeit ausgelastet wären. Ob sich dauerhaft CO2 endlagern lässt, weiß heute niemand zu sagen.
Zudem sei die Technologie mit enormen Kosten verbunden. Experten rechnen damit, dass die Abscheidung und Lagerung von 1 Tonne CO2 bis zu 40 Euro und mehr kosten könnte. Das RWE wäre gut beraten, anstelle solch unrealistischer Luftnummern, endlich auf Energiespartechnologien und Erneuerbare Energien zu setzen, sagt Jansen. Geradezu unverschämt ist das RWE-Ansinnen, sich dieses klimaschutzpolitische Placebo auch noch durch staatliche Förderung mitfinanzieren zu lassen.
Quelle: BUND-Pressemitteilung



