Digitaler Konsumentenprotest erfolgreich

Veröffentlichungsdatum Geschrieben von Darius Dunker
Computerspiele-Gigant Electronic Arts ist nach erheblichen Protesten von seinen Plänen abgerückt, sämtliche Produkte künftig nur noch mit dem umstrittenen Securom-Kopierschutz auszuliefern. Laut einer Meldung von Heise online wird EA das Spiel "Die Sims 3" entgegen früheren Ankündigungen nicht mit dem Kopierschutz ausstatten, den KritikerInnen mit der Technik von sogenannten Rootkits vergleichen. In den USA war eine Sammelklage gegen EA anlässlich eines anderen Spieles eingereicht worden. Ziemlich unangenehm dürfte für EA auch sein, dass beim Online-Händler Amazon die Kommentare der Kunden zu einigen EA-Titeln fast nur noch aus Protesten gegen den Securom-Mechanismus bestanden. Massenhaft wurden EA-Titel wie "Die Sims 3" von Besuchern der Amazon-Webseiten mit der niedrigsten Wertung abgestraft. Der Fall ist damit ein Beispiel für erfolgreiche Konsumentenproteste im digitalen Handel.

Nach der Musikindustrie rudert also auch ein Großer aus der Spielebranche in puncto Kopierschutz ein wenig zurück. EA wird seine Software allerdings weiterhin mit einem Kopierschutz ausstatten, der erfordert, dass während des Spiels die Original-CD eingelegt sein muss. Die Securom-Technologie hätte nach den ursprünglichen Plänen aber eine Online-Aktivierung erfordert und dazu Programmbestandteile auf den Computern der SpielerInnen installiert, die in intransparenter Weise mit dem Hersteller via Internet kommuniziert hätte. Ein revolutionärer Umbruch ist der kleine Erfolg natürlich nicht.

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