Lohndumping am Beispiel des Briefzustellers Jurex
Die Kehrseite des "Aufschwungs":
Millionen Menschen in diesem Land schuften mittlerweile zu Löhnen unterhalb der
Armutsgrenze. Viele müssen trotz Vollzeitarbeit ALG II beantragen, andere
verzichten aus Unwissenheit oder Scham selbst darauf und lassen sich von
Familie oder Freunden aushelfen.
Eine besonders berüchtigte Hungerlohn-Firma ist der Briefzusteller Jurex, der jüngst in die Schlagzeilen geriet, weil eine ganze Ladung wichtiger Gerichtspost im Müllschuppen landete. Die deutschlandweit arbeitende Firma mit Sitz in Erkelenz fällt nicht nur durch besonders niedrige Löhne von zwei bis drei Euro oder sogar darunter auf, sondern auch durch ein rigides Vorgehen gegen gewerkschaftliche Strukturen und als pressure group für weitere Privatisierungen.
Die verdi-Sekretärin Herma Janßen befasst sich seit längerem mit Jurex. Sie wird am Mittwoch auf dem Treffen des linken AK Betrieb & Gewerkschaft darüber berichten. Auch Möglichkeiten des Protestes sollen ausgelotet werden.



