Mein Gesicht gehört mir
Welche Unannehmlichkeiten entstehen können, wenn die peinlichen Fotos von der letzten Party im Internet landen, ist vielen inzwischen wohl bewusst. Doch mit den neuen Anwendungen zur Gesichtserkennung droht jetzt ein Dammbruch, der unsere Vorstellungen von Privatsphäre in einem Maße zerstören könnte, wie wir es uns heute kaum ausmalen können.
Linke: Peinliches Guttenberg-Spektakel endlich absagen!
„Es war instinktlos, den kriegführenden Minister für einen Karnevalspreis vorzuschlagen“, kritisiert der linke Aachener Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko die geplante Ehrung des Bundesministers zu Guttenberg am kommenden Samstag, „der Plagiatsskandal bringt das Fass jetzt wirklich zum Überlaufen.“ Hunko fordert, der Aachener Karnevalsverein solle das „peinliche Guttenberg-Spektakel“ absagen.
Erleichterung des Porno-Zugangs als Jugendschutz?
Für Furore sorgte dieser Tage ein Tweet der Grünen NRW zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag:
Wir sind weiterhin gegen den #JMStV, die Fraktion hat sich aufgrund parlamentarischer Zwänge anders entschlossen.
Erst kurz zuvor hatte der Landesparteirat der Grünen beschlossen, dass er die Grüne Landtagsfraktion auffordert, dem JMStV nicht zuzustimmen.
Sevim Dagdelen darf nicht zu Anne Will
"Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach diktiert der ARD, mit wem er diskutiert und mit wem nicht", kommentiert Hendrik Thalheim, Sprecher der Linken Bundestagsfraktion, die Ausladung von Sevim Dagdelen durch die Redaktion der Sendung "Anne Will".
Dagdelen war von der Redaktion zunächst zur übermorgen geplanten Sendung über Fragen der Integration eingeladen und dann mit dem Hinweis auf ihre Mitgliedschaft im Verein "Rote Hilfe" wieder ausgeladen worden.
Hasenclever-Preisträgerin Herta Müller erhält Nobelpreis
Slumdog Millionär: Papierflieger über Bombay
Der
Film Slumdog Millionär wurde kürzlich - neben
vielen weiteren Filmpreisen - mit acht Oscars ausgezeichnet. Das
Drehbuch für das jüngste Werk von Danny Boyle (Trainspotting,
28 Days Later) stammt von Simon Beaufoy (Ganz
oder gar nicht) und basiert auf dem
erfolgreichen Roman Q&A des indischen Autors
Vikas Swarup. In der Öffentlichkeit wird der Film hauptsächlich als
romantische Liebesgeschichte porträtiert. Jedoch befasst er sich
essentiell auch mit sozialen Problemen wie Armut und Exklusion.
Im Titelsong von Slumdog Millionär verdichtet sich ein wesentliches Motiv des Films. Paper Planes von M.I.A. erzählt davon, wie aus Habenichtsen Illegale und Kriminelle gemacht, wie Opfer zu Tätern umdefiniert werden, die die Gesellschaft angeblich in ihrer Substanz bedrohten. Paper Planes bezieht sich auf die Terror-Paranoia nach dem 11. September 2001, die ImmigrantInnen, sozial Deklassierte und Minderheiten -im übertragenen Sinne einfache Papierflieger (Paper Planes)- zu Werkzeugen und Überbringern von Terror und Zerstörung werden lässt.
Großeinsatz gegen linke Privatparty in Aachen
Eine private Party mehrerer Wohngemeinschaften in der Aachener Aretzstraße wurde am Samstagabend Schauplatz eines völlig überzogenen und teilweise brutalen Einsatzes von Ordnungsamt und Polizeikräften. Bereits kurz nach 22 Uhr versuchten die Einsatzkräfte, die Party angeblich wegen Ruhestörung zu beenden. Zu diesem Zeitpunkt war von der Party nicht mehr viel zu hören und nach Aussagen von Gästen die Musikanlage auch bereits weitgehend abgebaut, von einer ernsthaften Lärmbelästigung konnte keine Rede mehr sein. Verterter des Ordnungsamtes behaupteten jedoch, es wäre mit späterer erneuter Ruhestörung zu rechnen, deshalb müsste die Party gewaltsam aufgelöst werden. (1. Update)
Alles nur Theater
Elektrostreicherinnen in der Raststätte Lothringerstraße
Mal wieder feine elektronische Musik aus Belgien: Die beiden Musikerinnen Sonja
Haering und Fedra Coppens aus Aarschot (bei Löwen) kommen mit elektrischer Geige, Keyboards, Gesang und Elektronik nach Aachen. Ihr Konzert am 7. September im Kulturzentrum "Raststätte" in der Lothringerstraße soll schlappe drei Euro Eintritt kosten, wenn ich mich richtig erinnere. So ganz genau kann man das nicht wissen, denn sowohl Mitras als auch Raststätte haben zwar nette Webseiten, aber leider keine Angaben zu dem Eintrittspreis. Die zwischenzeitlich gelöschte Myspace-Seite von Mitras ist inzwischen wieder rudimentär aufgetaucht, die Preisangabe zu dem Konzert hat Rupert Murdoch aber offenbar ebenso geschluckt wie die Selbstbeschreibung, mit der sich die Musikerinnen seiner Myspace-Community vorgestellt hatten. Damit ist auch der Vergessenheit
anheimgestellt, dass die Damen nach eigenen Angaben nicht nur die Ehre hatten, mit Björk auf Tour zu sein, sondern wohl auch mit André Rieu, bis sie sich entschlossen,
ein eigenes Musikprojekt zu starten, - und das ist vielleicht dann doch
besser so.


