Umweltinitiativen fordern Schließung von Camp Elsenborn
Der Truppenübungsplatz Elsenborn liegt in dem Dreieck der Städte Monschau(D), Bütgenbach und Büllingen (B). Die Munitionsfirma MECAR, ein US-amerikanisches Unternehmen aus dem Großraum Lüttich, will den Platz für Testzwecke nutzen. MECAR darf dort Schießstände bauen und täglich Munition testen. Die Genehmigung wurde von der "Wallonischen Region" erteilt. Nach Auffassung des BBU werden durch militärische Übungen Wasser, Boden und Luft im Bereich des Übungsplatzes gefährdet, aber auch die Umgebung außerhalb des Platzes. Im Umfeld wird Milch- und Viehwirtschaft betrieben, werden die Wiesen von Schadstoffen kontaminiert und es gelangen gesundheitsschädliche Giftstoffe in die Nahrungskette.
Die Nordeifel ist unter dem Titel "Belgisch-Deutscher Naturpark Nordeifel" mit seinen Talsperren, dem "Hohen Venn" und den ausgedehnten Wander- und Skigebieten eine wunderschöne Mittelgebirgslandschaft. Sie ist Naherholungsgebiet für viele rundum liegende städtische Ballungsgebiete, wie das Ruhrgebiet, Köln, Bonn, Aachen, Düsseldorf, Lüttich und auch Brüssel. Die Strukturschwäche dieser Gegend hat eine positive Seite: Die Landschaft ist weitgehend intakt geblieben und ist so zu einem beliebten Erholungsraum geworden. Das war nicht immer so, die Eifel war arm. Aber bedingt durch die intakte Natur entwickelt sich jetzt Tourismus, und das ist für die Menschen in der Region eine Chance. Diese Chance aber wird durch die Inanspruchnahme der intakten Natur durch Munitionsfirmen zunichte gemacht.

Mit seiner Stellungnahme hat der BBU seine grundsätzlichen friedens- und umweltpolitischen Vorstellungen bezüglich des Truppenübungsplatzes Elsenborn gegenüber der belgischen Regierung vertreten und er unterstützt damit gleichzeitig den breiten Widerstand vor Ort gegen den Truppenübungsplatz, der z. B. durch die Arbeit der Bürgerinitiative Stop Mecar getragen wird.
Quelle: Pressemitteilung BBU e.V.



